William Hill - Buchmacher und Anbieter von Online-Glücksspielen aus Großbritannien

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Die Firma William Hill ist ein börsennotierter Buchmacher aus Großbritannien. Firmensitz ist Wood Green in London. Leiter des Verwaltungsrats ist Charles Scott, Geschäftsführer ist Ralph Topping. Der Buchmacher betreibt Büros für Sportwetten in Großbritannien und Irland sowie international operierende Online-Wettbüros und -Casinos für Glücksspiel. Das Unternehmen hat 15.000 Angestellte und machte 2009 einen Gewinn von 81,2 Millionen Britischer Pfund.

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Gegründet wurde das Unternehmen von William Hill 1934, als Glücksspiel in Großbritannien noch illegal war. Nach dem Tod des Firmengründers aus Birmingham ging das rasch aufsteigende Unternehmen durch zahlreiche Hände und ist seit Ende der 1990er Jahre im Besitz mehrerer Londoner Private Equity-Unternehmen. Seit 2002 ist William Hill an der Londoner Börse notiert.

In den folgenden Jahren bestimmte David Harding als Geschäftsführer die unternehmerischen Geschicke der Firma. Der als Manager risikofreudige Brite führte William Hill durch mehrere gewagte Operationen in die Spitzengruppe der in Großbritannien traditionell starken Buchmacher-Unternehmen. So kaufte er 2005 Wettbüros der Stanley-Gruppe in Großbritannien und Irland für 504 Millionen Britischer Pfund auf. Wegen damit verbundener finanzieller Verluste wurde William Hill im selben Jahr vom Leitindex der Londoner Börse, dem FTSE 100 ("Footsie-Index"), gestrichen.

2008 übernahm Ralph Topping das Führungsruder und wurde neuer Geschäftsführer des Unternehmens. Der Schotte, ein ehemaliger Studienabbrecher, der Anfang der 1970er Jahre als Aushilfsjobber bei einer William Hill-Filiale in Glasgow angefangen hatte, überführte das Unternehmen in die neue Zeit und stieg 2008 mit William Hill in großem Stil in den Markt für Online-Wetten und -Glücksspiel ein. Geschäftspartner wurde Playtech, ein international operierender Software-Entwickler für Online-Gaming und -Sportwetten mit Firmensitz auf der Isle of Man.

William Hill wurde 2010 Marktführer seines Landes auf dem Gebiet der Sportwetten und unterhält in ganz Großbritannien 2.300 lizensierte Wettbüros. Nach eigenen Angaben verkauft das Unternehmen an einem durchschnittlichen Tag rund 1 Million Wettscheine in allen Wettbüros zusammen. Zusätzlich wurden in einem Teil der Wettbüros Glücksspielautomaten installiert. Telefon- und Online-Wetten sowie Glücksspiel per Internet mit eingerechnet, hält William Hill einen Marktanteil von 25 Prozent.

Die Online-Sparte wächst entsprechend dem steigenden Interesse an Online-Gücksspiel und -Sportwetten stetig. Neben über das Internet abgewickelten Sportwetten betreibt William Hill Online-Casinos sowie Angebote für Online-Bingo und Online-Poker. Wegen der komplizierten Gesetzeslage für Online-Glücksspiel in Großbritannien und aus steuerlichen Gründen hat die Online-Sparte des Unternehmens seit 2009 ihren Sitz auf Gibraltar, zuvor befand er sich auf den Niederländischen Antillen. Über einen weiteren Firmensitz in dem entlegenen Himalaya-Staat Sikkim versucht William Hill seit 2009, in den indischen Online-Wett- und Glücksspiel-Markt einzusteigen. Unternehmerische Aktivitäten in Italien und Spanien scheiterten, in Irland wurden sie zurück gefahren.

William Hill trat mehrfach als Sponsor im Sportbereich, etwa im Fußball und im Reitrennsport, in Erscheinung. Seit 1989 verleiht das Unternehmen alljährlich den mit 22.000 Britischen Pfund dotierten William Hill Sports Book of the Year Award, einen Literaturpreis speziell für Sportbücher. 2010 wurde William Hill Sponsor der offiziell registrierten britischen Splitterpartei Official Monster Raving Loony Party, die sich u.a. für die Abschaffung der Einkommenssteuer einsetzt. Wegen des Vorwurfs ethisch bedenklicher Werbung geriet William Hill 2009 und 2010 mehrfach in das Visier britischer Organisationen der Werbeaufsicht.