Das Glückspiel und die Zahlen des Glücks

Glückszahlen beim Glücksspiel

Jeder Spieler kennt das Problem, sich beim Roulette oder ähnlichen Wetten auf eine oder mehrere bestimmte Zahlen zu fokussieren. Viele Menschen setzen dabei auf ihre Lieblingsnummern. Die Fähigkeit, gewissen Ziffern besonders zu vertrauen, ist weit verbreitet. Beispielsweise bei der Lotterie spielen regelmäßig Millionen von Teilnehmern ihre bevorzugten Zahlen an – solche also, die ihnen Glück bringen. Da verwundert es nicht, dass sich dieser Trend auch in den Casinos längst etabliert hat.

Aber verbirgt sich hinter diesem Vorgehen tatsächlich ein Beleg, dass einige Ziffern erfolgreicher sind als andere – oder handelt es sich dabei lediglich um den weitverbreiteten Aberglauben? Dafür tauchen wir etwas tiefer in das Zahlenspiel ein.

Die Herkunft der Glückszahlen

In vielen Gesellschaften und Kulturen gehört es zur Tradition, gewissen Nummern eine bestimmte Wirkung zuzuschreiben und sie zu mystifizieren. Demgegenüber fehlen wissenschaftliche Nachweise dafür, dass diese Zahlen tatsächlich den gewünschten Effekt hervorrufen. Somit sind es oft die Menschen selbst, die sich die Glücksbringer aus persönlichen Gründen erwählen und ihnen nicht selten über Jahrzehnte hinweg vertrauen. Zuweilen hängt das mit den eigenen Erlebnissen zusammen: Vielleicht trug das Sporttrikot im Verein diese Nummer oder ein größerer Gewinn beim Wetten ging damit einher.

Andere Personen wählen sich solche Zahlen, die von erinnerungswürdigen Daten wie den Geburts- und Jahrestagen abgeleitet werden. Eine dritte Möglichkeit besteht dagegen in der sogenannten Numerologie – und somit in der Zuweisung bestimmter religiöser oder wissenschaftlicher Werte und Bedeutungen, die den Ziffern innewohnen sollen.

Die Numerologie

Der Glaube an die Wirkung der Zahlen ist in der Bevölkerung tief verwurzelt. Bereits aus der Religion ist etwa die Zahl 7 bekannt. So hat Gott bekanntermaßen die Welt an sieben Tagen erschaffen und den siebten Tag wiederum als heilig auserkoren. Ebenso ist aus der Antike überliefert, dass das Volk der Ägypter sieben Jahre lang im Reichtum schwelgte, woran sich sieben magere Jahre anschlossen.

Es verwundert daher nicht, dass gerade die Nummer 7 derart positiv von vielen Menschen betrachtet und als Glücksbringer gewählt wird. Auch in den Casinos wird auf diese Ziffer gerne gewettet, wie sich anhand psychologischer Untersuchungen nachweisen ließ. Man mag es also glauben oder nicht, aber die meisten Personen vertrauen tief in ihrem Unterbewusstsein auf die Magie bestimmter Zahlen und verbinden damit die Hoffnung auf Gewinne beim Glücksspiel.

So gilt die Sieben nicht als einzige erfolgreiche Zahl. Ein andere wäre beispielsweise die Acht, welche sich gerade in der chinesischen Tradition und Kultur als Symbol des Glücks und des Wohlstands etabliert hat. Ebenso versinnbildlicht die Acht, wird sie auf die Seite geneigt, das Zeichen der Unendlichkeit. Auch dieses gilt vielen Völkern als etwas Gutes und Erstrebenswertes.

Warum halten die Spieler an ihren Zahlen fest – selbst wenn diese nicht erfolgreich sind?

Es ist komplett irrelevant, warum eine bestimmte Zahl für einen Menschen eine hohe Bedeutung gewinnen konnte. Immer wieder wird es Zeiten geben, in denen das vermeintliche Glück aufgebraucht ist und selbst diese sonst erfolgreiche Ziffer keine Gewinne mehr einbringt. Dennoch spielen wir damit weiter und lassen uns auch von einer Niederlagenserie nicht betrüben.

Nur wenige Spieler wechseln ihre Glückszahlen. Zumeist befürchten sie, dass gerade in diesem Fallenlassen der zunächst erwählten Nummer das künftige Pech liegt. Denn es lässt sich nicht ausschließen, dass die ehemals bevorzugten Ziffern irgendwann zu einem abermaligen Siegeszug antreten. Aber wie viel Wahrheit steckt eigentlich in solchen Überlegungen? Gibt es tatsächlich Zahlen, die erfolgreicher sind als andere?

Beeinflussen die Glückszahlen die Quoten beim Glücksspiel?

Gerade abergläubische Spieler neigen dazu, die Zahlen für nahezu alles verantwortlich zu machen, was sich rund um das Glücksspiel ereignet. Auch die Veränderungen der Quoten führen sie darauf zurück. Das allerdings ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Die Quoten beim Roulette werden sich nicht von 37:1 auf 3:1 verringern, nur weil eine angespielte Ziffer als Glückszahl gilt. Tatsächlich wurde bislang kein mathematischer oder wissenschaftlicher Beweis für die Theorie geführt, dass einige Zahlen tatsächlich erfolgreicher sind als andere. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass wir Menschen gewisse Ziffern bevorzugen oder ihnen laut Numerologie ein erhöhter Wert für das Glücksspiel zukommt.

Das wiederum bedeutet nicht, dass jeder Spieler künftig auf seine Glückszahlen verzichten sollte. Wer sich wohl damit fühlt und vielleicht immer wieder einmal überraschende Gewinne mit ihnen einfährt, sollte diesen Nummern auf jeden Fall auch weiterhin vertrauen. Letztlich muss aber die Erkenntnis obsiegen, dass im Glücksspiel einzig die Quoten das wichtige Kriterium für Erfolge und Niederlagen darstellen.